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Kirchen

Kirche St. Martin Garmisch
Die Pfarrkirche St. Martin (Marienplatz) liegt im Zentrum von Garmisch.
Sie wurde 1730 - 1734 von dem bedeutenden Wessobrunner Baumeister und Stukkator Josef Schmutzer errichtet und mit herrlichen Fresken von Matthäus Günther ausgeschmückt.
Seit 273 Jahren schmücken mannshohen Standfiguren der Apostel Petrus und Paulus den Hochaltar der barocken Pfarrkirche. Der Füssener Bildhauer Anton Sturm (1690 in Tirol geboren) hat sie 1734 zusammen mit zwei Engelsgestalten und mehreren kleineren Putti geschaffen. Zeugnisse der Kunst von Sturm sind in Füssen, Ottobeuren, Steingaden und eben Garmisch zu finden.

Alte Kirche Garmisch
Die erste Pfarrkirche war wohl ein einfacher Holzbau, der in der Romanik einem steinernen Neubau weichen musste. Gegen 1280 wurde auch diese Kirche abgerissen und durch einen frühgotischen Natursteinbau ersetzt. Diese Kirche erweiterte man 1446 nach Westen und baute gleichzeitig den Turm aus. 1460/62 wurden noch der Chorbogen ausgebrochen und das Presbyterium angefügt. 1520/22 fanden die Bauarbeiten mit der Einwölbung des Langhauses ihren Abschluss.
Der Innenraum wird durch ein spätgotisches, auf einer Mittelsäule ruhendes Netzgewölbe in zwei Schiffe geteilt. An der Nordwestseite ist gegenüber dem ehemaligen Haupteingang die – etwa 7 m hohe - Darstellung des hl. Christophorus (um 1330) erhalten. Wie die übrigen Malereien wurde auch der Heilige im oberen Teil durch die Einwölbung des ursprünglich flachgedeckten Langhauses beeinträchtigt.  Der hochbarocke Hochaltar ist eine zweisäulige Arbeit des Schreiners Thomas Ziegler und des Bildhauers Johannes Schenk (1669). In den Chorfenstern befinden sich einige gotische Glasmalereien der Zeit um 1400. Neben der Verkündigung sind zwei der "Heiligen Drei Könige" zu sehen, eine andere Scheibe zeigt die Heiligen Anton und Leonhard.

Pfarrkirche Maria Himmelfahrt Partenkirchen
Nach dem großen Marktbrand im Dezember 1865 weihte der Erzbischof von München und Freising im September 1871 die neue nun gotische Kirche Maria Himmelfahrt. Die Kirche war in dreijähriger Bauzeit nach Plänen von Architekt Matthias Berger (München) gebaut worden. Der Grundriss der dreischiffigen neugotischen Kirche ist nahezu quadratisch. Zum Haupteingang der quer zur Ludwigstrasse ausgerichteten Kirche steigt man über 14 Stufen hinauf.
Der gotische Flügelaltar zeigt die Aufnahme Mariens in den Himmel. Die Statue ist von Max Kaiser nach dem Vorbild der Madonna von Tilmann Riemenschneider in Greglingen geschnitzt worden. In späterer Zeit erhielt sie die Krone, die weiter oben im Altar Jesus und Gottvater für Maria bereithalten. Auf den beiden Flügeln sind als Halbreliefs - ebenfalls geschnitzt von Max Kaiser - Szenen n Langhauses beeinträchtigt.  Der hochbarocke Hochaltar ist eine zweisäulige Arbeit des Schreiners Thomas Ziegler und des Bildhauers Johannes Schenk (1669). In den Chorfenstern befinden sich einige gotische Glasmalereien der Zeit um 1400. Neben der Verkündigung sind zwei der "Heiligen Drei Könige" zu sehen, eine andere Scheibe zeigt die Heiligen Anton und Leonhard.

Wallfahrtskirche St. Anton
10 Gehminuten oberhalb Partenkirchens befindet sich die Wallfahrtskirche St. Anton.
Weithin sichtbar ist der Zwiebelturm, der die Kirche überragt. Ihren Ursprung hat die Kirche in einer schlichten, Ende des 17. Jahrhunderts errichteten Antoniuskapelle. Die Kirche selbst wurde in den Jahren 1704 - 1708 als achteckiger Bau errichtet. In den Jahren 1734 . 36 baute der Wessobrunner Baumeister Josph Schmuzer (1683 - 1752) die Kirche um und erweiterte sie um ein ovales Langhaus und einen Arkadengang. Die Kirche weist neben einigen Elementen des Spätbarock überwiegend Rokoko auf.

Als Kleinod wird das Kuppelfresko bezeichnet, das 1736 von Johann Evangelist Holzer gemalt wurde und das einzige von ihm erhaltene ist. Dieses Fresko zählt zu den schönsten und bedeutendsten in Deutschland aus dem 18. Jhd. Dargestellt ist der hl. Antonius als Fürbitter für die Notleidenden.

Sebastianskicherl

Im Jahr 1632 drangen prostestantische, schwedische und ach katholische Söldner aus Spanien über Murnau ins Ammertal ein. Sie plünderten und brandschatzten in der ganzen Region. Wer von diesen die Pest eingeschleppt hat, ist ungeklärt. Fest steht, dass sämtliche Werdenfelsrer Gemeinden in den Jahren 1632 - 1634 von der Seuche heimgesucht wurden.
Die Partenkirchner legten damals vor dem Ort einen Pestfriedhof an und errichteten eine kleine Pestkapelle. Der Fürstbischof Veit Adam von Gebeck weihte am 31. Juli 1637 diese Kapelle zu Ehren des hl. Rochus und des hl. Sebastian. Die Kapelle ist somit das älteste noch erhaltene Gotteshaus in der Pfarrei.
1776 wurde der kleine Pestfriedhof zur allgemeinen Begräbnisstätte der Pfarrei umgewandelt.Nachdem 1914 am Nordrand Partenkirchens ein neuer Friedhof angelegt worden war, wurde mit dem Jahr 1924 der Friedhof an der Sebastianskapelle aufgelassen.
1924 setzte man die im ersten Weltkrieg entstandene Idee um und errichtete 1925 am Nordrand des alten Friedhofs das Kriegerdenkmal. Sie wurde nach Entwürfen von Joseph Wackerle vom Bildhauer G. Neuner geschaffen und stellt den Hl. Sebastian dar. Im gleichen Jahr erhielt auch die Kapelle ein neues "Gewand": Auf der Nordseite, zum Wank hin, malte Joseph Wackerle die 4 apokalyptischen Reiter, von denen in der Bibel Off.6,1-8 berichtet wird: Pest, Krieg Hungersnot und Tod. Die beiden Längsseiten werden von Bildern von je zwei überlebensgroßen Engeln eingenommen. Die westliche Turmmauer ziert das Kardinalswappen des Erzbischofs von München und Freising. In Augenhöhe können dort auch die wichtigsten Daten des Kirchleins auf einer dort eingelassenen Steinplatte entziffert werden.

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